
Im Februar wurde Katharina Huber in Cortina Olympiasiegerin, an diesem Donnerstag winkt der Niederösterreicherin bei der Lotterien Sporthilfe-Gala die nächste Trophäe: Gemeinsam mit Ariane Rädler ist Huber nominiert in der Kategorie Team des Jahres. Zuvor stand die 31-Jährige dem KURIER Rede und Antwort.
KURIER: Wie haben Sie den Sommer verbracht und wie geht es Ihnen jetzt?
Katharina Huber: Mir geht’s sehr gut. Im Sommer habe ich sehr, sehr viel im Olympiazentrum in Rif trainiert. Da ist richtig viel weitergegangen. Ich hatte so eine lange schneefreie Zeit wie noch nie – fast vier Monate in Summe. Das habe ich jetzt in Argentinien allerdings nicht gemerkt (lacht). Ich habe es nicht verlernt. Im Gegenteil. Es hat mir im Kopf sehr gut getan. Es war doch viel los. Am Ende der Saison viel Schönes, aber ich habe schon gemerkt, dass das Energie kostet. Ich brauchte den Abstand zum Skisport und ein paar Radkilometer, Zeit für mich. Das hat mir sehr gut getan.
Drei Dinge, die in der schneefreien Zeit nicht fehlen durften?
Auf alle Fälle das Radfahren. Ich bin leidenschaftliche Rennradfahrerin. Und mir macht das überhaupt nichts aus, wenn ich da allein am Rad sitze, brauche auch keine Musik oder so. Zweitens: Zeit mit Freunden, weil das kommt im Winter immer zu kurz. Ich schätze es sehr, dass meine Freundinnen mich im Winter nicht an den Pranger stellen, dass wir da wenig Zeit haben. Und drittens natürlich Zeit mit der Familie. Wir haben auch seit zweieinhalb Jahren einen Hund daheim, Deutscher Langhaar. Das macht viel Freude, mit ihm ein bisschen in den Bergen unterwegs zu sein.
Sind Sie prinzipiell gern hoch oben, auch im Sommer?
In den Bergen bin ich generell gern. Vor allem, wenn es so heiß ist, flüchte ich auch gerne in die Berge, weil es einfach ein bisschen kühler ist.
Wie sieht es in der freien Zeit mit dem Smartphone aus? Wird das manchmal zur Last, brauchen Sie Regeln für sich selbst, was Handy und Social Media angeht?
Es ist sicher ein bisschen ein Thema, aber ich habe Instagram schon länger auf eine Stunde am Tag reduziert. Ich merke, dass mir das einfach gut tut. Gerade an freien Tagen ist es besser, mal ein Buch in die Hand zu nehmen oder sich anders zu beschäftigen, als den ganzen Tag ins Handy zu schauen.
Haben Sie nach dieser aufregenden Saison inklusive Olympia-Gold die Motivation für die nächste erst noch finden müssen oder kam die von selbst?
Ich habe einfach die Zeit gebraucht, die Emotionen zu verarbeiten. Ich bin ein Mensch, der positive und negative Emotionen stark aufnehme. Aber eine neue Motivation habe ich nicht gebraucht, weil das, was letztes Jahr bzw. bei den Olympischen Spielen passiert ist, hat mir sehr viel Motivation gegeben. Ich weiß jetzt, ich kann aufs Podest – auch wenn das jetzt im Team war – aber ich kann einer sehr großen Drucksituation gut stand halten. Also meine Hauptmotivation ist es, dass ich in meiner Spezialdisziplin Slalom meine Leistung regelmäßig in zwei Durchgängen auf den Schnee bringe.
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Source:: Kurier.at – Sport



