
Acht EU-Mitgliedstaaten wollen die Regeln für Nikotinprodukte deutlich verschärfen. In einem gemeinsamen Schreiben an EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi fordern die Niederlande, Belgien, Finnland, Frankreich, Ungarn, Lettland, Slowenien und Spanien einen „Marktstopp“ für neue Nikotinprodukte, die bisher nicht in der EU erhältlich sind.
Zudem sprechen sie sich für ein weitreichendes Aromenverbot, Obergrenzen für den Nikotingehalt, Einheitsverpackungen und strengere Regeln für Nikotinbeutel aus.
Rauchfrei bis 2040
Der Vorstoß erfolgt im Zuge der geplanten Überarbeitung der europäischen Tabakproduktrichtlinie (TPD) und der Tabakwerberichtlinie. Nach Ansicht der acht Staaten soll die EU-Regulierung besser auf neue Entwicklungen am Markt reagieren und verhindern, dass neue Nikotin- oder nikotinähnliche Produkte bestehende Vorschriften umgehen.
Die Unterzeichner fordern darüber hinaus ein Verbot grenzüberschreitender Online-Verkäufe sowie strengere Werbebeschränkungen für Nikotinprodukte. Mitgliedstaaten sollen außerdem die Möglichkeit erhalten, Nikotinbeutel oder Einweg-E-Zigaretten auf nationaler Ebene zu verbieten.
Begründet wird die Initiative mit dem Ziel einer „rauchfreien Generation“ bis 2040. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten in der Europäischen Union weiter einzudämmen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



