Hanke über Klimaticket-Preis: „Es wird entsprechende Anpassungen geben müssen!“

Politik

Es können durchaus sein, dass eine Frau künftig an der Spitze der ÖBB stehen wird, sagt Peter Hanke (62). Der Mobilitätsminister, der in dritter Generation der SPÖ angehört, spricht im KURIER-Interview über den schwierigen Weg der SPÖ und wie er mit der Kritik umgeht, er würde sein Ressort von grün auf rot umfärben.

KURIER: Sie galten am Sonntag als möglicher SPÖ-Vizekanzler.  Wurden Sie gefragt?

Peter Hanke: Es ist ehrenhaft, wenn man über mich spricht. Die Gremien haben für sich Entscheidungen getroffen.

Haben Sie am Sonntag einen Anruf erhalten?

Ich hatte an diesem Sonntag keinen direkten Austausch. 

Die Verfasstheit der SPÖ, der Sie lange angehören, ist gegenwärtig wie am besten zu beschreiben?

Den neun Bundesländern ist in dieser Stimmungslage etwas gelungen. Nämlich einen Boden zu finden, auf dem sich alle treffen können, um gemeinsam zu einer Bundespartei zu stehen. Nun müssen wir die Herausforderungen annehmen, die der Prozess mit sich bringt. Der Weg der SPÖ wird ein schwieriger, aber ich bin zuversichtlich. 

Die Bundesregierung hat den „Herbst der Ergebnisse“ ausgerufen. Gehört die ÖBB-Reform, die Sie bereits mehrfach angekündigt haben, darunter?

Ich kämpfe für die ÖBB-Reform, weil sie einem Konzern, der heute schon an der Spitze Europas steht, noch mehr Möglichkeiten geben wird, sich gut zu entwickeln. Für diese gute Zukunft ist es notwendig, die Struktur der ÖBB zu verändern. 

Woran wird ein Mitarbeiter der ÖBB, woran ein Kunde merken, dass es diese Reform gibt?

Qualität und Pünktlichkeit müssen immer die obersten Ziele darstellen. Die ÖBB sind diesbezüglich in Europa bereits sehr gut unterwegs.

  SPÖ: Warum es jetzt Philip Kucher richten soll

Was haben die Mitarbeiter konkret von der Reform?

Einen Arbeitsplatz, der sicher und zukunftsorientiert ist und in dem die Digitalisierung gelebt wird. 

Sie sprechen viel von Zukunft. Im Wissen darum, dass der Güterverkehr ein Defizitgeschäft für die Bahn ist, muss man darüber nachdenken, sich von der Sparte zu verabschieden?

Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ist unumgänglich. Es ist aber richtig, dass wir negative Ergebnisse im Cargo-Bereich sehen.. Genau deshalb bessern wir jetzt in der Struktur und den Prozessen innerhalb der ÖBB nach. 

2027 werden die ÖBB eine neue Führung erhalten, weil der amtierende CEO Andreas Matthä in Pension geht. Sind die ÖBB am Ende der Bewerbung bereit für eine Frau an der Spitze?

Jedes Unternehmen sollte bereit sein, von einer Frau geführt zu werden. Das trifft die Bahn genauso, wie jedes Dienstleistungsunternehmen. Seit Langem steht zudem mit Brigitte Ederer eine Managerin als Aufsichtsratspräsidentin den ÖBB vor. Es kann durchaus sein, dass eine Frau aus dieser Ausschreibung als Siegerin hervorgeht. 

Die Frau kommt aus Deutschland und ist Deutsche Bahn-Chefin Evelyn Palla oder ist bereits in den ÖBB tätig und heißt Silvia Angelo?

Das entscheidet der Aufsichtsrat.

Was muss man an der Spitze der ÖBB können?

Erfahrung im Mobilitätsbereich mitbringen.

Wie der KURIER jüngst berichtete, besetzen Sie in ihrem Ministerium gerade um, erweitern von vier auf fünf Sektionen und entfernen Sektionsleitungen, die Ihre Vorgängerin Leonore Gewessler besetzt hat. Färben Sie gerade von Grün auf Rot um?

Für mich stehen Transparenz und immerwährende Qualität im Fokus. Das bedeutet, dass jede Spitzenposition ausgeschrieben wird und somit die besten Köpfe für dieses Haus gefunden werden. Mein Weg definiert sich durch Effizienz, …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.