Babler-Sitter: So erklären Kucher und Holzleitner ihre neue Aufgabe

Politik

SPÖ-Chef Andreas Babler bekommt am Donnerstag zwei Helfer zur Seite gestellt: Philip Kucher (Klubchef) und Eva-Maria Holzleitner (Frauenministerin und Vize-Parteichefin), am Freitag geben die beiden ihre erste gemeinsame Pressekonferenz in neuer Funktion.

Am Mittwoch meldeten sie sich schon in einem Video auf Social Media zu Wort. Im flotten Gehtempo erklären sie, wie es nach dem Krisensitzungsmarathon am vergangenen Sonntag weitergeht.

Der Tenor: Ja, es waren „wirklich turbulente Zeiten“. Aber jetzt wird alles gut.

Dass am Sonntag wichtige Verantwortungsträger der SPÖ zusammengekommen seien, sei „notwendig und richtig gewesen“, sagt Holzleitner. Punkt.

Dass die Krise überhaupt erst ausgebrochen ist und die Sitzung notwendig wurde, weil Babler als Parteichef offen kritisiert und herausgefordert wurde, erwähnt sie freilich nicht.

„Geeinte, stärkere SPÖ“

Wie es jetzt weitergeht? Mit Jahresbeginn werde Finanzminister Markus Marterbauer das Vizekanzleramt übernehmen, in dem Moment werde Babler den Parteivorsitz zurücklegen.

Gleichzeitig starten Kucher und Holzleitner einen „geordneten Prozess“ mit einer „geeinten, einer stärkeren SPÖ“ als Ziel. Es gehe um „Veränderung“, es gehe um „Ordnung“ und darum, dass die Regierungsarbeit „geordnet weitergeht“.

„Und falls sich jemand fragt“, so Kucher: „Nein, keiner von uns beiden wird am nächsten Bundesparteitag für den Vorsitz kandidieren.“ Ihre Aufgabe bestehe darin, den Prozess zu begleiten, „der die SPÖ nach vorne bringt“.

Bei Babler bedankt man sich an der Stelle dafür, dass er die SPÖ in die Regierung geführt „und eine Neuaufstellung möglich gemacht hat“.

Die Kommentare? Weniger optimistisch. „Traurig, das ganze“, schreibt eine Userin auf Facebook; eine andere spricht von „verzerrter Wahrnehmung“, während ein User auf Instagram noch eine Hoffnung hat: dass Marterbauer „in diesem Querulantenhaufen durchgreift“. Bei Babler bedankt er sich (jeweils mit Emojis dargestellt) für sein Herz und sein Feuer.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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