Wegen Regierung: Ryanair stellt 12 Strecken vom Flughafen Wien ein

Wirtschaft

Der Billigflieger Ryanair setzt seine angedrohten Kürzungen am Flughafen Wien um und macht dafür die österreichische Regierung verantwortlich.

Flughafen Wien: Ryanair stellt 12 Strecken ein

Zum Winterflugplan 2026 werde die Fluggesellschaft vier in Wien stationierte Flugzeuge abziehen und zwölf Strecken einstellen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bereits für den Sommerflugplan hatte Ryanair das Angebot reduziert. Von den neuen Kürzungen seien 80 Arbeitsplätze betroffen.

Wettbewerbsunfähig: Ryanair macht Regierung verantwortlich

Zur Begründung verwies Ryanair auf die aus ihrer Sicht zu hohen Kosten in Österreich. Die Regierung habe es versäumt, die Luftverkehrssteuer von zwölf Euro pro Ticket abzuschaffen. Zudem seien die Gebühren der Flugsicherung seit der Corona-Pandemie um 60 Prozent und die des Flughafens Wien um 30 Prozent gestiegen. Dies mache den Standort im Vergleich zu Nachbarländern wettbewerbsunfähig.

Ryanair-Chef Michael O’Leary warf dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker in der Mitteilung Untätigkeit vor. Die nun angekündigten Kürzungen seien das direkte Ergebnis dieses Versäumnisses. Ein im Juni von der Regierung angekündigtes Hilfspaket über 30 Millionen Euro für die Luftfahrt sei unzureichend.

O’Leary forderte den Kanzler auf, dieses Paket zu streichen und stattdessen die Luftverkehrssteuer abzuschaffen. Andernfalls werde Österreich weiter Flugzeuge, Strecken und Wachstum an günstigere EU-Nachbarländer verlieren.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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