
England feiert seinen Rekordmann Harry Kane, Spanien seine unbesiegbaren Weltmeister. Die beiden Topteams dürfen in der Fußball-Nations-League mit dem Viertelfinale planen. „Er ist der beste englische Spieler, der jemals das Trikot getragen hat“, sagte Teamkollege Jude Bellingham über Kane, der beim 3:0 gegen Tschechien mit seinem 125. Länderspiel die nationale Bestmarke von Peter Shilton egalisiert hatte. Kane garnierte sein Rekordspiel wieder einmal mit einem Doppelpack.
„Unglaublich. Er verdient diese Bühne, er verdient dieses Lob“, sagte Englands Teamchef Thomas Tuchel über seinen Kapitän. „Er war erneut entscheidend für uns.“ Und das an einem Tag, an dem er mit Torhüter-Legende Shilton, von 1970 bis 1990 im Einsatz, gleichgezogen hatte. 91 Tore hat Kane in seinen 125 Partien für die Three Lions erzielt. „Er schießt Tore am Fließband, geht in die Tiefe und räumt Zweikämpfe ab. Er wird immer besser“, meinte Real-Madrid-Profi Bellingham. „Er ist ein unglaublicher Mensch – als Kapitän und als Person.“
Kane selbst stufte den Abend am Dienstag in Wembley als einen der Höhepunkte seiner Karriere ein. „Ich denke, das gehört ganz nach oben“, sagte der 33-jährige Stürmerstar von Bayern München. „Im Laufe einer Karriere gibt es so viele Meilensteine, aber das übertrifft selbst meine kühnsten Träume. Mit 125 Länderspielen gemeinsam an der Spitze zu stehen, ist ein enormes Privileg.“
Kroatien bereitete Spanien „Probleme“
Die Spanier mussten in Split gegen Kroatien deutlich mehr zittern als die Engländer, siegten dank eines Doppelpacks des eingewechselten Mikel Merino aber noch 2:1. „Ich könnte die gesamte Pressekonferenz damit verbringen, meinen Spielern zu danken“, betonte Teamchef Luis de la Fuente. Seine Mannschaft holte nicht nur den elften Sieg in Folge, sondern verlängerte auch ihre seit 2023 andauernde Serie ohne Pflichtspiel-Niederlage abgesehen von einem Elfmeterschießen auf 43 Partien.
Die Kroaten rehabilitierten sich zumindest teilweise für die 0:7-Heimblamage am Samstag gegen England. Die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte hatte in der Heimat Bestürzung ausgelöst, dem Weltmeister bot das Team von Slaven Bilic deutlich besser Paroli. „Wir haben ihnen Probleme bereitet“, sagte Bilic. Die Pleite gegen England werde man aber nicht vergessen. „Die Scham, die wir durchgemacht haben, ist immer noch da. Es war hart.“
Ein Punkt gegen die Spanier wäre für den Vizeweltmeister von 2018 viel Wert gewesen. Nun ist der Viertelfinal-Zug praktisch abgefahren. „Wir haben gewusst, dass es ein Spiel wie dieses werden würde“, meinte De la Fuente. „Aber wir haben es geschafft, dass wir es sehr gut verstehen. Wir haben die Flinte nie ins Korn geworfen.“ Ein Zaubertor von Arsenal-Profi Merino in Minute 88 bescherte dem Favoriten letztlich die drei Punkte.
Source:: Kurier.at – Sport



