Coolymp Innsbruck: Wie aus einem Hotspot ein Park wurde

Wirtschaft

Der Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten zeichnete Bauten, Freiraumgestaltungen und städtebauliche Lösungen aus, bei denen die Auftraggeber in intensiver Zusammenarbeit mit den Architekten außergewöhnliche Lösungen geschaffen haben. Aus den 132 Einreichungen wurden 23 Projekte ausgewählt. Daraus ermittelte die Jury die Preisträger. Für die Jury zeigt sich die Qualität der ausgezeichneten Projekte im Engagement der Auftraggeber und ihrem intensiven Dialog mit den Architekten. Gute Baukultur brauche Vertrauen, Idealismus und Durchhaltevermögen. Sechs Projekte wurden ausgezeichnet:

Platz im Olympischen Dorf Innsbruck

Die Stadt Innsbruck beweist als Bauherrin mit dem Projekt Coolymp Weitsicht. Sie lenkte Budget und Aufmerksamkeit nicht ins Zentrum, sondern in den dicht besiedelten Stadtteil Olympisches Dorf. Der DDr. Alois-Lugger-Platz galt mit 4.000 Quadratmetern vollständiger Versiegelung als Hitze-Hotspot. Die Stadt hat dieses Areal in eine grüne Schwammstadt verwandelt, eine klimafitte begrünte Oase für die Anrainer.

Kinderkrippe in Gabersdorf in der Steiermark: Der Neubau, geplant von projektCC ZT, orientiert sich an der traditionellen Streckhof- und Straßendorf-Struktur. Der rein ebenerdig organisierte Baukörper besteht aus einem Rastersystem von 4×4 Metern Achsmaß, das einen hocheffizienten Holzbau mit wirtschaftlichen Querschnitten erlaubt. Im Inneren entfaltet sich eine Lernwelt für die Kleinsten.

Ebenfalls in der Steiermark befindet sich das ehemalige Jesuitenrefektorium am Rosenhain. Dessen Revitalisierung stellt einen Sonderfall beim Thema Umbauen dar. Denn es wurde kein intakter Bestand ertüchtigt, sondern eine Ruine aus Außenmauern und einzelnen Gewölben. Entstanden ist weder ein Alt- noch ein Neubau, sondern etwas dazwischen. Die unter Denkmalschutz stehende Ruine wurde saniert und nun als Unigebäude genutzt. Leb idris architekten haben Alt und Neu harmonisch verbunden.

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Ebenfalls in Innsbruck befindet sich die Kulturbackstube. Das ehemalige Betriebs- und Wohnhaus der Familie Mölk mit seiner langen Geschichte wird seit 2010 von einer Kulturinitiative bespielt. Die „Bäckerei“ ist Teil des kulturellen Leben der Stadt. Das Gebäude wurde daher nach Plänen von tatanka zt zweigeschoßig in Holzbauweise aufgestockt, so gelang es, neuen Raum zu schaffen, ohne die Bausubstanz zu gefährden.

In Vorarlberg hat das Team von „Lehm Ton Erde Baukunst“ und Martin Rauch Architektur ein Bürogebäude in Schlins mit viel Innovation entwickelt. Die Praxistauglichkeit von zehn Meter hohen, selbsttragenden Lehmwänden, Bauteilaktivierung und Wärmespeicherung in Erde und Lehm wird anschaulich belegt.

Villa Beer in Wien: Die von Josef Frank und Oskar Wlach 1931 geplante Villa Beer in Wien stand in den vergangenen Jahren leer. Im Austausch mit Architekt Christian Prasser entwickelte die Villa Beer Foundation ein Konzept für die behutsame Generalsanierung. Nun kann Haus als öffentliches Museum genutzt werden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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