Claudy Mbuyi bei Rapid: Ein Jahr Warten für 26 Sekunden ins Glück

Sport

Der 19. Oktober 2025 ist nicht nur für Didi Kühbauer ein besonderer Tag: Damals hatte der Burgenländer seinen ersten Auftritt als Chefcoach beim LASK nach der Rückkehr zu den Linzern. Ausgerechnet bei Rapid – dem damaligen Tabellenführer – siegte der Vorletzte nach einer Länderspielpause mit 2:0.

Der Rest ist Geschichte, Kühbauer coachte den LASK zum Double und in die Champions League.

Ab diesem 19. Oktober ging es nicht nur für Rapid – ungeahnt steil – bergab, sondern auch für Claudy Mbuyi.

Der bereits am Oberschenkel lädierte Franzose wollte es sich nicht nehmen lassen, in den Schlussminuten einen Elfmeter zu schießen. Vielleicht würde den Hütteldorfern ja noch ein ganz spätes Comeback gelingen …

Tatsächlich scheiterte Mbuyi vom Punkt, verletzte sich dabei schwerer am Muskel – und musste 51 Wochen auf einen Treffer warten.

Perfekter Wechsel

„So etwas habe ich als Trainer noch nicht erlebt“, sagt Trainer Johannes Hoff Thorup über den perfekten Doppelwechsel beim 2:0 auf der Gugl.

Mbuyi kam in Minute 81 gemeinsam mit Louis Schaub ins Spitzenspiel. Der erste Ballkontakt des Mittelstürmers war ein Pass zu Schaub, der Yusuf Demir freispielte, und mit seinem zweiten Ballkontakt entschied Mbuyi nach einem Stanglpass von Demir auch schon die Partie.

Nur 26 Sekunden dauerte es ab der Einwechslung bis zum Tor zum 0:2-Endstand.

Hoff Thorup setzte sich wieder auf die Bank und musste lächeln.

Für Mbuyi freut sich der Däne besonders. Der 27-Jährige hatte nach der Muskelblessur noch im Spätherbst 2025 sein Comeback gegeben, verletzte sich jedoch in der Wintervorbereitung schwer am Knie.

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Beim Mittelstürmer ist nach einer Meniskus-OP das gelungen, was bei Martin Ndzie bisher nicht funktioniert hat: Im monatelangen Aufbautraining wurde der Torschützenkönig der 2. Liga 2024/’25 (für St. Pölten) wieder herangeführt, beim dritten Kurzeinsatz war der Torriecher schon zurück.

Immer positiv geblieben 

Im Verein gab es große Überzeugung, dass das Comeback gelingen wird. Weil sich der intern beliebte Mbuyi seine positive Art bewahrt hat und dabei acht Monate lang hart arbeitete.

Jetzt ist er eine besonders wichtige Alternative zu Ercan Kara, da Tonni Adamsen aktuell als hängende Spitze am besten aufgehoben ist.

Hoff Thorup betont: „Ich habe ihm immer gesagt, dass er zur Mannschaft gehört. Auch als Claudy weit weg war vom Team, war er ein Teil von uns. Eine Saison dauert lange, es können sich dabei auch schöne Geschichten entwickeln.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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