
Die in der Gründerzeit in den Jahren zwischen 1840 und 1918 errichteten Wohnhäuser prägen noch heute das Stadtbild Wiens. Es handelt sich um prachtvolle Häuser mit gegliederten Fassaden, Stuck und großzügigen Stiegenhäusern. Aktuell gibt es noch ca. 13.200 klassische Gründerzeit-Zinshäuser in Wien, doch der Bestand durch das Aufteilen in Eigentumswohnungen sinkt laufend.
Dennoch oder gerade deshalb sind Zinshäuser bei Investoren begehrt. Vor allem eigenkapitalstarke Investoren halten das Geschäft mit den Zinshäusern am Laufen. Viele sanieren diese aufwendig, bauen die Dachgeschoße aus und werten die Objekte auf.
Was Zinshäuser aktuell kosten
Im ersten Halbjahr 2026 wurden am Wiener Zinshausmarkt laut Otto Immobilien rund 418 Millionen Euro umgesetzt. Zwei Drittel des Transaktionsvolumens entfielen auf die Bezirke innerhalb des Gürtels, konkret handelt es sich um 67,3 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 54,5 Prozent des Transaktionsvolumens. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis wiederum für Zinshäuser blieb mit 3.269 Euro stabil.
Bei den Einstiegspreisen kam es in sechs der 23 Bezirke zu Rückgängen, konkret im 4., 6., 10., 14., 15. und 16. Bezirk – häufig also außerhalb des Gürtels. Einfache Gründerzeit-Zinshäuser in durchschnittlichem Zustand werden bereits ab 1.426 Euro pro Quadratmeter gehandelt.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



