Schwere Vorwürfe: US-Soldat soll Frau in Japan getötet haben

Politik

In Japan steht ein dort stationierter US-Soldat im Verdacht, eine Einheimische ermordet zu haben – als Reaktion hat der US-Militärkommandant in Okinawa nun einschränkende Maßnahmen gegen die eigenen Truppen verhängt.

„Komplettes Verbot des Alkoholkonsums“

General Benjamin T. Watson teilte am Mittwoch mit, für die US-Soldaten gelte ab diesem Tag für einen Zeitraum von 48 Stunden ein „komplettes Verbot des Alkoholkonsums“ sowohl innerhalb als auch außerhalb der Basis.

In diesen zwei Tagen sollten die US-Soldaten darin unterrichtet werden, die „Standards, Disziplin und unsere Verantwortlichkeiten als Mitglieder der Gemeinde von Okinawa“ einzuhalten, kündigte Watson an. Er bezeichnete dies als „Periode der Reflexion“. Der General erließ außerdem eine 30-tägige nächtliche Ausgangssperre für die US-Soldaten.

US-Soldat soll Frau getöte und Portemonnaie gestohlen haben

Der Fall der getöteten Japanerin hat Empörung im Land ausgelöst. Die japanische Polizei hatte am Sonntag mitgeteilt, dass ein in Okinawa stationierter US-Marineinfanterist unter dem Verdacht festgenommen worden sei, die 39-jährige Frau in der Stadt Naha ermordet und ihr Portemonnaie gestohlen zu haben. Japanische Medien berichteten, die Frau sei erwürgt worden. Der festgenommene Soldat wies die Anschuldigungen demnach zurück.

In Japan sind rund 54.000 US-Soldaten stationiert, die meisten davon in der Präfektur Okinawa. Von US-Soldaten begangene Delikte haben über die Jahre hinweg immer wieder für Empörung im Land gesorgt. Im vergangenen Jahr wurde ein US-Soldat wegen eines Vergewaltigungsversuchs zu siebenjähriger Haft verurteilt. 2017 erhielt ein früherer US-Militärangehöriger wegen Vergewaltigung und Ermordung einer Frau in Okinawa eine lebenslange Haftstrafe.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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