
Von Fabio Tartarotti
Nach drei Jahren der Fünftklassigkeit feierte der Post SV am Donnerstag das Comeback in der Wiener Stadtliga. Die Freude am Postsportplatz währte aber nur kurz – der Saisonauftakt gegen Hellas Kagran musste nach einer knappen Viertelstunde ob der bedrohlichen Wetterlage abgebrochen werden. Nach Blitzeinschlägen in der Umgebung entschied sich der Unparteiische, die Sicherheit der Spieler, Funktionäre und Zuseher zu priorisieren. Großer Profiteur der Situation war die Kantine des Fußballplatzes, die den Zuschauern und Sportreportern nicht nur Schutz vor dem Unwetter und kühles Bier, sondern unverhofft auch eine sagenhaft köstliche Schnitzelsemmel bot. Die Redaktion wird nun über den Saisonverlauf die Ostregion nach einem ebenbürtigen Kantinensnack durchkämmen.
Die Partie gegen Hellas wird am 1. September nachgetragen. Die Motivation und die Erwartungen sind nach einer dominanten Saison 2025/26 denkbar hoch. Die Postler wollen in der Stadtliga mehr als nur mitspielen. „Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen am Ende in der oberen Tabellenhälfte sein.“, so Vlado Ristic, sportlicher Leiter der Kampfmannschaft und ehemaliger langjähriger Post-Spieler. Für den Verein könnte es die letzte Saison in der gewohnten Heimstätte werden. Die öffentliche Ausschreibung für den Postsportplatz wurde im Sommer gestartet.
Die gemeinnützige Nutzung der Fußballplätze dürfte vonseiten der Post AG zwar garantiert werden. Wichtige Einnahmequellen wie die Tennisplätze könnten aber verloren gehen, sollten diese bebaut werden. Das hätte große finanzielle Einschnitte für alle Sektionen, auch die Fußballkampfmannschaft, zur Folge. Die Postler sehen aber nicht tatenlos zu: „Wir wollen unbedingt selbst an der Ausschreibung teilnehmen und prüfen gerade intern die finanziellen Möglichkeiten dafür. Ich bleibe auf jeden Fall zuversichtlich“, so Ristic, der für seinen Verein weiterkämpft.
Source:: Kurier.at – Sport



