
Wahrscheinlich hatten die g’standenen Profikicker von Heidenheim auch googeln müssen, wo Jeddeloh überhaupt liegt. Der Bundesliga-Absteiger wurde in Niedersachsen nicht nur fündig, sondern machte selbst den Ortsteil der Gemeinde Edewecht im Landkreis Ammerland berühmt.
Der Regionalligist sorgte nämlich für die große Sensation im DFB-Pokal aus dem man Heidenheim schon in der ersten Runde rauswarf. Nicht nur rauswarf – das Ergebnis 5:2 ist ein gängiges in der Anfangsphase eines Cups. Nur gewinnt da meist der Profiklub.
Und nicht Jeddeloh. Pardon Jeddeloh II. Dies bedeutet nicht, dass es sich dabei um das Zweierteam der Niedersachsen handelt. Denn dieses würde dann wohl wirklich nur mehr aus Land- und Gastwirten bzw, Bankangestellten bestehen. Sondern der Ortsteil heißt Jeddeloh II, weil es – ebenfalls in der Gemeinde Edewecht – auch ein Jeddeloh I gibt.
Beide Örtlichkeiten haben nur knapp mehr als 1.000 Einwohner. Jeddeloh I war zuerst da, die Bauerschaft Jeddeloh II wurde fünf Kilometer entfernt errichtet, als in ehemaligen Wiesen- und Moorgebieten in der Gemeinde Siedlungen entstanden.
Das wird den Heidenheimern wurscht sein, wo sie untergegangen sind. Frank Schmidt sah diese Demütigung übrigens von der Tribüne aus, der Langzeit-Trainer schleppte eine Sperre von der Vorsaison mit und wurde Co-Trainer Bernhard Raab vertreten.
Helden für einen Tag
Die Stars an diesem Sonntagnachmittag hießen ohnehin anders, beispielsweise Neuzugang Haris Hyseni, dem ein Traumtor gelang. Oder Trainer Kristian Arambasic, der nun viele Interviews geben darf. Und erklären, wo und was Jeddeloh II ist.
Source:: Kurier.at – Sport



