
Die S-Bahn ist zwar nicht so voll wie gewöhnlich am Bundesliga-Matchtag. Aber Rapid-Dressen und -Kapperl sind auch an diesem Sonntag zu sehen, an dem die Männer Spielfrei haben, aber die Rapid-Frauen ihr erstes Heimspiel in der obersten Spielklasse feiern.
Eine Schülerin sinniert mit ihrem Vater über die Chancen in der Liga. Ein Mann im grünen Fanleiberl studiert die Tabelle auf seinem Handy. Zwei Runden hatten die Rapidlerinnen in der Frauen Bundesliga bisher gespielt. Zweimal kassierte man den Ausgleich in den Schlussminuten. Unbesiegt konnte man zum ersten Heimspiel antreten.
Hymne, Fanclubs, Meistertitel
Um 11 Uhr ging es los am Trainingsgelände des Allianz Stadions – in bewährter Manier mit der Rapid-Hymne. Vereinzelt werden Schals hochgehalten. Knapp 500 Besucher und Besucherinnen fanden auf und neben der neu überdachten kleinen Tribüne Platz. Jakob und Bernhard vom „1. offiziellen Fanclub der Rapid Frauen“ sind immer dabei. Ihre Hoffnungen und die ihrer Freunde an der Seitenlinie gehen in alle Richtungen: Von „nicht absteigen“ über „gut wäre die Meistergruppe“ bis hin zu „Mission 1“, also den Meistertitel, ist alles dabei.
Mit dem Start in die Liga ist man bei den Rapidlerinnen durchaus zufrieden. „Ich denke, dass die ersten Spiele für unseren Einstieg in die Bundesliga in Ordnung waren“, sagte Cheftrainerin Katja Gürtler vor dem Spiel. „Wir brauchen aber sicher noch Zeit, um uns zu adaptieren, und haben in unserer Entwicklung noch Luft nach oben.“
Das zeigte auch das Match am Sonntag. Rapid kam gut ins Spiel und zeigte sich nicht nur defensiv gut gegen die Altacherinnen, sondern kreierte in der ersten Hälfte auch mehrere Chancen aus dem Spiel. Rapid war mutig und spielte nach vorne, konnte sogar ein leichtes Chancenplus verzeichnen. Nach drei Minuten war der Ball nach einer Ecke sogar schon im Tor, aber eine Rapidlerin stand im Abseits.
Lisa Rammel war am rechten Flügel sehr aktiv, Sophia Zöger leitete mit guten Flanken immer wieder gefährliche Szenen ein. Den gefährlichsten Torschuss hatte aber Altach (23.), als Nayana Ebersold – insgesamt eine der auffälligsten Altacherinnen – einen Ball per Kopf beinahe ins Tor verlängerte.
Tor nach der Pause
Nach der Pause änderte sich das Bild zunächst. „Wir hatten viel investiert, die Kräfte haben sicher ein bisschen nachgelassen“, gab die Cheftrainerin der Hütteldorferinnen zu. Altach war nach wie vor defensiv stabil und kombinierte in der Offensive besser als im ersten Durchgang. In dieser schwächeren Phase fiel dann auch das entscheidende Kopfballtor durch Lea Marie Reisinger nach einem Eckball (49.).
Nach einer Stunde wurde das treue Publikum langsam nervös, Rapid schaffte auch wieder die eine oder andere Chance zu kreieren, blieb offensiv aber zu ungefährlich. Auch, als die Zuschauer in gewohnter Manier in Minute 75. Minute zur Rapidviertelstunde klatschten und die eingewechselten Jasmin König und Vanessa Rauter für eine Offensivaktion sorgten.
„Simulieren hat im Frauenfußball nichts verloren“
Am Ende wurde es immer enger für Rapid. Diesmal brauchten die Grün-Weißen den späten Ausgleich. Doch es klappte nicht. Dann blieb auch weit nach der 90. Minute auch Altachs Michaela Walter nach einem Zweikampf verletzt liegen. Spielte sie auf Zeit? „Simulieren hat im Frauenfußball nichts verloren“, ruft ein Fan…
Der Einspruch nutzte nichts. Nach …read more
Source:: Kurier.at – Sport



